August 2010
M D M D F S S
« Jul    
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  
Links
Diesen Eintrag drucken

Schlossgartenbenutzung

In der letzten Stadtratssitzung am 23.06.2010 wurde einstimmig eine Benutzungsordnung für den Schlossgarten und den Vorplatz der Paulskirche verabschiedet.

Kernpunkte sind 

▪     das Betretungsverbot des Schlossgartens zwischen 22:00 und 6:00 Uhr,

▪     das Verbot des Alkoholkonsums (Ausnahmen nur nach Genehmigung durch die Stadt, z. B. bei Hochzeiten oder Stadtfesten) sowie

▪     das Führen von Hunden ausschließlich auf Wegen, wobei Hundehaufen unverzüglich zu beseitigen sind.

Im Entwurf, der in der Rheinpfalz in Auszügen schon vorab am 22.06. veröffentlicht wurde, war das Alkoholverbot zeitlich befristet, ebenso wie das Betreten der Grünflächen durch Hunde erlaubt war. 

 

Auf Drängen der Grünen-Stadtratsfraktion wurde die Regelung restriktiver ausgestaltet. Nicht, weil wir etwas gegen Alkoholkonsum und Hunde(halter) haben, sondern weil wir sicher sind, dass die Benutzungsordnung nur erfolgreich umsetzbar ist, wenn die Regeln möglichst unmissverständlich, klar und nachprüfbar sind.

 

 

Diesen Eintrag drucken

Eisenberg ist bunt…..

 …. nicht braun !

So lautete das Motto am Samstag, den 17. Juli 2010 am Marktplatz in Eisenberg.

Eisenberg ist bunt ….  nicht braun!

Bild v.l.n.r.: Lisett Stuppy, Silja Tenzer und Ernst Groskurt trotzen dem Regen und demonstrieren gegen die undemokratischen und fremdenfeindlichen Aktionen und die Politik der NPD.   Foto: Reinhard Wohnsiedler, mit freundlicher Genehmigung.

Am Samstag zuvor war die NPD mit einem Stand am Marktplatz in Eisenberg, um Unterschriften für “ihre” Sache zu sammeln. Viele Eisenberger Bürger zeigten sich erstaunt über solch ungewohnte und vor allem ungewollte Aktivitäten am Marktplatz.

Der Sozialbeauftragte der Stadt, Markus Krauß, handelte schnell und  erkundigte sich nach der Anmeldung für diese Aktion. Es stellte sich heraus, dass die NPD für sechs Samstage die Genehmigung zu ihrer Aktion eingeholt hatte. Schnell und unbürokratisch beantragte Markus Krauß als Privatmann die Genehmigung zur Gegendemonstration für die Initiative “Eisenberg ist bunt”. Telefonisch hatten sich schnell alle Parteien zusammengeschlossen und  am Marktplatz verabredet. Das Ergebnis war  eindrucksvoll.  Gemeinsam demonstrierten am Samstag, zum Teil bei strömendem Regen, die protestantische und katholische Kirchengemeinde zusammen mit dem DGB- Ortskartell, der Gewerkschaft Bau, der SPD, FWG, CDU und Bündnis90/Die Grünen für Toleranz und Demokratie. Bei allen Unterschieden in religiösen und politischen Überzeugungen besteht Einigkeit darüber, dass in Eisenberg für die undemokratischen und fremdenfeindlichen Aktionen und die Politik der NPD kein Platz ist.

Auch für die kommenden vier Samstage von 9.00 bis 13.00 Uhr stehen die Gruppierungen bereit, um der NPD Flagge zu zeigen.

Diesen Eintrag drucken

Kreistagsfraktion: Abfallwirtschaft

TOP 3

Abfallwirtschaft

 

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßt die Konzeption über die zukünftige Erfassung und Verwertung von Abfällen im Donnersbergkreis.

Das Angebot der Gemeindewerke Enkenbach-Alsenborn scheint lukrativ zu sein. Die Wiederverwertung und der Einsatz von Gartenabfällen und Grünschnitt in einer Biogasanlage liegt in „unserem grünen Sinne“. So sehen wir auch die Rücklieferoption des aufbereiteten Feinanteils als sehr positiv ein. Genau solche Akzente kommen den Zielen unseres Donnersberger Energiekonzeptes entgegen: energieautark zu werden.

 

Die Einführung der Energietonne: Na endlich……………….

Hat die Verwaltung es doch noch eingesehen? Leider denken wir, dass es wegen gesetzlichen Vorgaben zwanghaft umgesetzt wird, wie es das Kreislaufwirtschaftsgesetz ab 2010 sowieso vorsieht. Wir bedauern deshalb die fehlende bewusste Entscheidung für die Energietonne und eine energetische Verwertung unseres Mülls (der Biomasse).

Wenn nun die Energietonne 2012 kommen soll, fordern die Grünen drei Punkte besonders zu beachten:

1) Die Müllgebühren dürfen nicht erhöht werden. Wir wollen für unsere Bürgerinnen und Bürger

    stabile Gebühren gewährleisten.

2) Der Rabatt für Eigenkompostierer muss beibehalten werden. Man darf ihnen die Möglichkeit und

    die Motivation der Eigenkompostierung nicht nehmen.

3) Die größte Aufgabe der Verwaltung wird in nächster Zeit die Öffentlichkeitsarbeit sein.

    Bürgerinnen und Bürger müssen informiert, beraten und unterstützt werden. Vor allem sollte

    ihnen die wichtige Bedeutung für die Umwelt bewusst gemacht werden. Der ökologische

    Charakter der getrennten Müllerfassung muss herausgestellt werden, damit Bürgerinnen und

    Bürger bereit dazu sind, die Energietonne positiv aufzunehmen. Eine erhebliche Anzahl von

    Fremdkörpern im Biomüll sollte dann ausgeschlossen werden können.

Nun zu den Bedenken die Bürgerinnen und Bürger hätten keinen Vorteil, sondern nur zusätzliche Arbeit, durch die Umstellung in der Mülltrennung: Wir leben in einer Konsumgesellschaft, wir leisten uns den Konsum, also produzieren wir auch den Müll. Es liegt in unserer Verantwortung, sich um den entstehenden Abfall zu kümmern und ihn entsprechend nachhaltig zu verwerten. Es ist somit die Pflicht jedes Menschen sich damit zu beschäftigen. Wir tun das für unsere Umwelt und unsere Nachkommen!

Unser Müllabholsystem ist für die Bürgerinnen und Bürger doch recht bequem. Sie müssen doch nur den Müll trennen und die Tonne an entsprechenden Tagen dann auf die Straße stellen.

Wir denken, dass durch die Einführung der Energietonne kein erheblich größerer Arbeitsaufwand auf die Bürgerinnen und Bürger zu kommt.

Erfreulich ist, dass durch die Einführung der Energietonne gegenüber den aktuellen Kosten womöglich Einsparungen entstehen. So ist die Tatsache, dass der Kostenpunkt „Entschädigung Mindermenge“ hätte verhindert werden können, wenn vor einigen Jahren die langfristige und voreilige Bindung an eine Müllverbrennungsanlage in Mainz nicht beschlossen worden wäre. Leider ist daran aber bis 2023 nichts zu ändern!

Eine Anregung noch zum Begriff Energietonne: Zu überlegen wäre eine Begriffsänderung. Biotonne ist ein bekannter Begriff und sagt mehr darüber aus, was in die Tonne hinein kommt. Energietonne dagegen ist ein eher unbekannter Begriff und beschreibt eben eher was aus dem Abfall entsteht.

 

Die durch die Einführung der Energietonne folgende Konsequenz, dass der Abfuhrrythmus der Restabfalltonne auf vier Wochen gestreckt wird, ist logisch. Bedenken haben wir aber bei der Baby-/ und Pflegetonne bzw. bei den bereit gestellten Säcken. Hierzu müssen weitere Lösungsvorschläge folgen.

Frage: Wie ist das mit dem Anschluss- und Benutzerzwang? Wie wird mit denen verfahren, die die Energietonne nicht nutzen wollen?

(Antwort: Ja er besteht. Das gilt nicht für das Gewerbe.)

 

Für die Idee der optionalen Sperrabfallsammlung gilt in Zukunft Erfahrungen damit zu sammeln, ob die Leistungen angenommen werden. Generell sind wir dafür, dass auch die bisherige Sperrabfallsammlung beibehalten wird. Uns gefällt der Gedanke, dass andere Menschen mit unserem „Abfall“ noch etwas anfangen können.

 

Auch Punkt 5 werden wir zustimmen, da wir einsehen, dass die Einführung der Energietonne die nötige Vorbereitung braucht.

Diesen Eintrag drucken

Anfrage Kreisausschuss Müllgebühren Ferienwohnungen

Unsere Anfrage beim der Kreisausschusssitzung am 15.6.2010  

Müllgebühren - Ferienwohnungen 

Für Ferienwohnungen werden jetzt Müllgebühren für Kleingewerbetreibende berechnet. 

4€ pro Monat – obwohl die meisten der Ferienwohnungsbesitzer kein Kleingewerbe betreiben, und erst ab 8 Betten beim Kreis und beim Finanzamt ein Kleingewerbe angemeldet werden muss

Erfasst wurden aber nur die Ferienwohnungsbesitzer, die im DTV organisiert sind. 

Diese zahlen den Beitrag zum DTV und beteiligen sich an der Werbung und Vermarktung – als Belohnung sozusagen dürfen sie jetzt auch die Müllgebühren zahlen, denn diese im DTV gemeldeten Ferienwohnungen sind schnell und problemlos zu erfassenDie Müllgebühren für alle Ferienwohnungsbesitzer wurde akut, weil sich Ferienwohnungsbesitzer mit gewerblich angemeldeten Wohneinheiten über dieMüllgebühr beschwert hatten, und hier im Sinne der Gleichbehandlung nun für alle Ferienwohnungen die gleichen Müllgebühren berechnet werden sollten. Im Rahmen der Gleichbehandlung, sind allen Ferienwohnungsbesitzern Müllbescheidezu schicken.Warum wurden die nichtorganisierten Ferienwohnungsbesitzer von der Müllgebühr ausgenommen ?  Die Landkreise sind im Pfalztouristikverband organisiert.Eine gemeinsame Lösung des Müllgebührenproblems wäre hier sinnvoll. Wie wird in anderen Landkreisen innerhalb von Rheinland Pfalz mit der Müllgebühr für Ferienwohnungen umgegangen?Gibt es in diesen Müllsatzungen Unterschiede zwischen Eigentümern mit einer oder    mehreren Ferienwohnungen? Gibt es die Möglichkeit nur für den Zeitraum der Vermietung Müllgebühren zu verlangen? Eine Möglichkeit wäre z. B. der Verkauf von Müllsäcken zu einem Unkostenbeitrag an die Mieter der Ferienwohnungen. 

Rita Beck

Diesen Eintrag drucken

Stolzenberger Hang, die Zweite

Kreistagssitzung am 21.6.2010

Tagesordnungspunkt 4.)  Antrag der CDU-Kreistagsfraktion:

Beweidungskonzept Stolzenberger Hang dazuB90/ Die Grünen – Rita Beck 

Es steht die grundsätzliche Entscheidung an, ob alte Kulturlandschaften erhalten werden sollen, oder ob der Wald sich dieses Gebiet innerhalb der nächsten Jahre zurückerobern kann.

Das ganze Alsenztal würde sich durch den Wald verändern.

Die Artenvielfalt, die sich im Laufe der Zeit am Stolzenberger Hang entwickelt hat, ginge ohne Eingriff verloren.

Die „halboffene Beweidungswirtschaft“ ist die preisgünstigste Variante, die Kulturlandschaft auf Dauer zu erhalten.

Wir unterstützen grundsätzlich die „Halboffene Beweidungswirtschaft“ am Stolzenberger Hang.

Wichtig ist uns, dass die Belange der Bevölkerung berücksichtigt werden.

Hier ist die CDU-Umfrage nicht repräsentativ. 230 Leute bei 813 Wahlberechtigten wurden

befragt, davon haben 228 also nur 28% gegen das Konzept gestimmt.

Die Gemeinderäte aus Bayerfeld-Steckweiler und Dielkirchen haben unter

verschiedenen Auflagen dem Beweidungsprojekt grundsätzlich zugestimmt.

Die volle Zustimmung wird davon abhängig gemacht, dass diverse Forderungen an das Projekt einvernehmlich zwischen Kreisverwaltung/NABU und dem Gemeinderat andererseits verhandelt werden.

Also ein grundsätzliches Ja zum Beweidungskonzept , aber noch Verhandlungsbedarf am Projekt des NABU. Seit gestern liegt uns ein Alternativkonzept vor.Besonders interessant scheint uns die Idee „Zentrum für tiergestützte Pädagogik“ im Zusammenhang mit dem Beweidungsprojekt Stolzenberger Hang.

Im Moment finden entsprechende Planungen für Verhandlungen mit 2 sozialpädagogischen Trägern von Jugendhilfemaßnahmen statt. Ziel der Verhandlungen sind u. a. die Schaffung von mindestens 6 Arbeitsplätzen und die Verknüpfung mit pädagogischen Schulangeboten.

Der Kreis sollte jetzt noch keine Entscheidung treffen. Das Alternativprojekt wäre zu überdenken und den Verhandlungen mit den sozialpädagogischen Trägern von Jugendhilfemaßnahmen Zeit einzuräumen.

Der Steinbühl in Kibo, betrieben durch den NABU, ist ein gutes Projekt.

„ Zentrum für Tiergestützte Pädagogik“ einzuschlagen.

Vielleicht auch in Kombination NABU und Jugendpädagogische Träger.

Diesen Eintrag drucken

Zukunft Dorf: Erneuerung im demografischen Wandel

Die Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner und die
Kreistagsfraktion der GRÜNEN Kusel laden ein:

Zukunft Dorf: Erneuerung
im demografischen Wandel

Dorf-Besichtigung vor Ort
am 24. Juni 2010 um 17.00 h

Treffpunkt

Haus Gerlach, Hauptstr. 39, Konken
organisierter Bustransport
V.i.S.d.P. Tabea Rößner
Tel: 0631 31090226
kaiserslautern@tabea-roessner.de

Mit:
Dr. Winfried Hirschberger, Landrat Kreis Kusel
Andreas Hartenfels, Planer und Kreistagsmitglied
Vertreter der Parteien des Kreistages
Tabea Rößner, MdB, Sprecherin für Demografie
Diskussion/Gedankenwerkstatt
um 20.00 h im Haus Gerlach

Diesen Eintrag drucken

Grüne des KV Donnersbergkreis besichtigen Biogasanlage

Die Grünen des Donnersbergkreises besichtigen am Donnerstag, den 10.06.2010, 18.00 Uhr, die Biogasanlage in Bischheim. Die Biogasanlage ist seit Dezember 2006 in Betrieb und erzielt eine Jahresstromprokuktion von ca. 4 Mio. Kilowattstunden.  Auch im Donnersbergkreis spielt bei der Nutzung regenerativer Energiequellen die Biomasse eine immer größere Rolle und gerade im Vorfeld der zu treffenden Entscheidungen in den Kommunen soll die Besichtigung der Biogasanlage wertvolle Informationen geben. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Besichtigung, bei der uns Herr Füge als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung steht, teilzunehmen. Treffpunkt ist um 17.45 am Mitfahrerparkplatz in Kirchheimbolanden.  

Danach findet ab 19.30 Uhr wieder der Grüne Stammtisch in der TSG Gaststätte Jahnstube in Eisenberg statt. Eine gute Gelegenheit, die Besichtigung im Gespräch bei einem kühlen Getränk und gutem Essen nochmal Revue passieren zu lassen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, am Stammtisch teilzunehmen.

Diesen Eintrag drucken

Regionaltreffen in Alzey

Am Dienstag, den 1. Juni 2010 fand in der Alten Post in Alzey ein Regionaltreffen statt, das letzte in der Reihe von Treffen vor der Landesdelegiertenversammlung, bei denen sich die KandidatInnen für die Liste zur Landtagswahl vorstellen konnten. Insgesamt 33 KandidatInnen waren anwesend, die alle etwas, oder möglichst viel, über sich und ihre Kandidatur sagen wollten. Da schien es mir wirklich eine gute Idee zu sein, dass, statt der in der Einladung vorgesehenen 5 Minuten, nur 2 Minuten Redezeit pro KandidatIn festgelegt wurden. Die Namen wurden alle auf Karteikärtchen geschrieben, diese gut gemischt und dann zur Auslosung der Reihenfolge verwendet. Schon der erste Kandidat, Fred Konrad, kam leider mit seinen vorgegebenen 2 Minuten nicht aus. Da er aber, trotz Ermahnung, nicht rüde unterbrochen wurde, sondern zu Ende reden konnte, wurde für alle folgenden SprecherInnen die Redezeit auf 2 ½ Minuten festgelegt. Das funktionierte dann auch erstaunlich gut, alle kamen mit der Zeitvorgabe zurecht.

Viele, aber bei weitem nicht alle KandidatInnen hatten auf der Website www.2011-wird-gruen.de ein Bewerbungsvideo eingestellt. Da ich, als relativer Neuling bei den Grünen und einer der Delegierten für die LDV am kommenden Wochenende, nicht viele der KandidatInnen persönlich kannte, war es für mich sehr wichtig diese beim Regionaltreffen mal „live“ zu erleben. Und ich muss sagen, durchaus nicht alle Eindrücke vom Video haben sich in der Realität für mich bestätigt. Sowohl in die eine, wie auch in die andere Richtung. Sprich, einige BewerberInnen, die ich im Video toll fand, wirkten ich „echt“ gar nicht so, dass ich sie unbedingt wählen möchte, und andere, bei denen das Video mich nicht so sehr begeistert hatte, kamen in Natura viel authentischer rüber. Trotzdem waren für mich die Videos auf der Website sehr wichtig, da ich bei der Menge der KandidatInnen eine Seite Infos pro BewerberIn schnell ermüdend finde.

Jetzt bin ich mal sehr gespannt, wie der Landesparteitag (Landes­delegierten­versammlung) und die Wahlversammlung zur Aufstellung des Landesliste zur Landtagswahl 2011 am Samstag und Sonntag, den 05./06. Juni 2010 so ablaufen wird.

Diesen Eintrag drucken

Neuer Kreisvorstand im Donnersberg!

Gruppenbild: neuer Kreisvorstand

Nachdem das vergangene Jahr geprägt von sehr erfolgreichen Kommunalwahlen war, sollte mit der Frühjahrsversammlung der Kreisgrünen jetzt auch außerhalb der kommunalen Räte ein Neustart angegangenen werden. Und so stellte der Kreisverband auf seiner Mitgliederversammlung Anfang Mai ein neues Team zusammengestellt: Neben Doris Hartelt (Göllheim) wurde Norbert Willenbacher (Kirchheimbolanden) als Kreissprecher gewählt. Komplementiert wird der geschäftsführende Vorstand durch Rita Beck (Winnweiler) als Kassenführerin und Ayse Bopp (Kirchheimbolanden) als Schriftführerin. Als Beisitzer werden Ernst Groskurt (Eisenberg) und Jörg König (Rockenhausen) die Arbeit des Vorstandes unterstützen, Wiland Beck (Winnweiler) und Alex Söndgen (Alsenz-Obermoschel) sollen als Beisitzer mit Schwerpunkt Internet/Medien/Öffentlichkeitsarbeit das Team mit ihrer Sachkompetenz unterstützen.

Das neue Sprecherteam aus Doris Hartelt und Norbert Willenbacher will zukünftig verstärkt im Kreis die grüne Position einbringen und pointiert zu aktuellen Fragen Stellung beziehen und die Kreispolitik kritisch begleiten.  Mit Ayse Bopp ist erstmals auch eine Vertreterin der Grünen Jugend im Kreisvorstand, außerdem sind seit langem auch wieder alle Verbandsgemeinden auf Kreisebene präsent. Neben der Einhaltung des obligatorisch hohen Frauenanteils ist besonders erfreulich, dass auch wieder jüngere Mitglieder im Kreis Verantwortung übernehmen und die politische Arbeit gestalten werden.

Die Frage, ob die Kreisgrünen bei der anstehenden Landtagswahl einen eigenen Direktkandidaten aufstellen, wurde vertagt. Wichtiger war zunächst die Vorbereitung auf die anstehende Listenaufstellung auf der kommenden Landesdelegiertenkonferenz. Mit jetzt fast 70 Mitgliedern und 5 Delegierten wollen die Donnersberger hier verstärkt Flagge zeigen - und die Aufbruchstimmung aus den vergangenen Monaten auch auf die Landesebene tragen. Stark steigende Mitgliederzahlen, über 100 Teilnehmer bei der Biblis-Umzingelung und die Lust auf mehr und grünere Akzente im Donnersbergkreis sind der Grund, warum Doris Hartelt die Mitgliederversammlung mit der Feststellung schließen konnte: Wir sind gut aufgestellt und haben Rückenwind!

Diesen Eintrag drucken

Stellungnahme zum Stolzenberger Hang

Grüne unterstützen die „Halboffene Beweidungswirtschaft“ am Stolzenberger Hang. 

Durch die CDU-Umfrage und die veröffentlichten Leserbriefe wird der Eindruck erweckt, die Mehrheit der betroffenen Bürgerinnen und Bürger von Bayerfeld-Steckweiler und Dielkirchen seien gegen das Naturschutzprojekt „Halboffene Beweidungswirtschaft“ Stolzenberger Hang.

Bayerfeld-Steckweiler und Dielkirchen haben zusammen 813 Wahlberechtigte. Bei der CDU-Haus-zu-Haus-Befragung haben sich 230 Leute beteiligt, davon  sind 228 gegen das Projekt, also 28%.

Wie die große Mehrheit von 72% darüber denkt,  ist noch offen.

Abstimmen müssen die Gemeinderäte in Bayerfeld-Steckweiler und Dielkirchen.

Der Stolzenberger Hang ist eine alte Kulturlandschaft mit Weinbergterrassen, jetzt dicht mit Hecken, teilweise Bäumen zugewachsenen. Es steht die grundsätzliche Entscheidung an, ob diese alte Kulturlandschaft erhalten werden soll, oder ob der Wald sich dieses Gebiet innerhalb der nächsten Jahre zurückholt. Das ganze Alsenztal würde sich durch den Wald verändern. Die Artenvielfalt, die sich im Laufe der Zeit am Stolzenberger Hang entwickelt hat, ginge ohne Eingriff verloren. Zur Erhaltung der Artenvielfalt ist die teilweise Entbuschung des Hanges dringend notwendig.

Die „ halboffene Beweidungswirtschaft“ ist die preisgünstigste Variante, die Kulturlandschaft auf Dauer zu erhalten.

 

Wichtig ist uns, dass die Belange der Bevölkerung berücksichtigt werden. Hierzu wurden schon Kompromisse gefunden, in dem die Fläche stark verkleinert wurde. Weitere Änderungen sind laut NABU  und Kreisverwaltung möglich.

Die Beweidung durch die schweren Taurusrinder (Bulle 1000kg) scheint uns weniger ideal. Eine andere leichtere Tierart wäre zu bevorzugen  – geringere Trittschäden und Erosionsgefahr. Es stellt sich auch die Frage, wie stark die Erosion des Hanges war, als die Weinberge noch bearbeitet wurden?

Da ein solches Beweidungsprojekt in der Steilhanglage ein Pilotprojekt ist, wäre eine wissenschaftliche Begleitung notwendig.

Auch sind wir gegen eine gemeinsame Beweidung von Pferden und Eseln. Bei gemischt-geschlechtlichen Gruppen wird es Auseinandersetzungen zwischen Eselhengst und Pferde-hengst geben, was eine unnötige Verletzungsgefahr, Entstehung von Hybriden (Maulesel, Maultier) und Lungenwurmgefahr für Pferde durch den Wirt Esel bedeuten könnte.

Es ist geplant einen Zugang zur Alsenz zu schaffen, damit die Tiere ans Wasser können. Die Alsenzwiesen sind selbst in trockenen Sommern noch sehr feucht und es besteht die Gefahr der Verschlammung. Durch die Einrichtung einer Tränke am Fuße des Stolzenberger Hanges  ließe sich dies vermeiden. Die Wasserversorgung wäre durch eine Weidepumpe zu gewährleisten. Durch einen Weidezaun am Fuße des Hanges, bliebe der Fahrradweg frei.

Auch der Rittergruppe wäre damit gedient, sie könnte weiterhin in den Alsenzauen ihr Ritterfest abhalten.

Erstaunt sind die Grünen über den Widerstand der Jäger. Unserer Meinung nach könnte den Jägern nichts Besseres passieren, als die teilweise Entbuschung des Hanges. Im derzeitigen Zustand können die Wildschweine dort kaum bejagt werden. Wenn man am Hang entlang läuft, fällt selbst einem Nichtjäger die große Wildschweinpopulation auf.  Die derzeit hohen Wildschäden stehen im direkten Zusammenhang mit der hervorragenden „Kinderstube für Wildschweine“ und der auch zurzeit unzureichenden Bejagung durch die Jäger. 

Doris Hartelt